Kategorie-Archiv: Rund ums Haus

Kurzupdate von der Baustelle

Nachdem wir jetzt gut einen Monat nichts geschrieben haben, möchten wir heute ein Kurzupdate von der Baustelle veröffentlichen. Detaillierte Posts mit Bilder folgen noch, spätestens nach dem Umzug. Wir sind aktuell so im Stress, dass wir einfach nicht dazu kommen.

Was in den letzten Wochen so passiert ist:

  • Ende Juni sind die Fliesenleger für gut 2 Wochen vor Ort gewesen und haben in Rekordzeit die Fliesen verlegt.
  • Vor einer Woche wurde das Baustellen-WC abgeholt. Blöd nur, dass wir noch kein fest installiertes Klo im Haus haben. Zum Glück wohnt meine Mama in der Nähe, für den Fall der Fälle…
  • Die Trockenbauer haben uns ganz schön hingehalten. Wir mussten mit unseren Eigenleistungen fertig werden und sie haben uns mehrfach vertröstet. Glücklicherweise hat unser Bauleiter die Türen noch um ein paar Tage verschoben, wir schaffen also das Streichen und Laminat im DG noch.
  • Die Decken im EG wurden tapeziert und zusammen mit den Wänden mehrfach gestrichen. Ist soweit auch fast fertig. Nur eine Wand im Wohnzimmer muss noch ausgebessert werden.
  • DG ist auch fast komplett gestrichen. Morgen Vormittag wird das fertiggemacht und bis Mittwochabend noch Laminat verlegt.

Was noch so passiert:

  • Am Mittwoch kommt die Firma Schmidt wegen Heizung und sanitäre Anlagen.
  • Die Lüftungsanlage wird in Betrieb genommen.
  • Ab Donnerstag werden die Türen gesetzt.
  • In der ersten Septemberwoche kommt der Elektriker
  • Das Treppenhaus und die Treppe wird von uns gestrichen
  • Der Keller wird von uns gefliest.
  • Wir lassen die Erdhaufen auf dem Grundstück verteilen.
  • Am 10. und 11. kommt unsere Küche.
  • Die Treppenstufen kommen hoffentlich am Anfang der 2. Septemberwoche
  • Schlüsselübergabe

Gut 2,5 Wochen und wir können umziehen! :)

Der Einzugtermin rückt immer näher

Wir haben Ende Juli und es sind nur noch etwas mehr als zwei Monate, bis zum vertraglich zugesicherten Ende der Bauzeit. Spätester Termin für die Schlüsselübergabe ist laut der ersten Planung der 08.10.2012. Nachdem die Firmen in der Regel zügiger gearbeitet haben und unser Bauleiter die einzelnen Gewerke entsprechend ordentlich koordiniert hat, d. h. auch mal Firmen früher auf die Baustelle zitiert hat, wenn wir schneller vorankamen, dürften wir vermutlich bereits Mitte September mit der Schlüsselübergabe rechnen. Bis dahin ist aber noch einiges zu erledigen. Wir versuchen hier mal einen gewissen Überblick zu schaffen, können aber nicht garantieren, dass wir auf die Schnelle an alles gedacht haben:

KMH

  • Kleine Maurerarbeiten im Bad (z. B. für Badewanne) – wird vom Fliesenleger ab dem 06.07.2012 erledigt
  • Fliesen im Bad (Dachgeschoss) und gesamtes Erdgeschoss – ab dem 06.07.2012
  • Haustüre einputzen
  • Sockelleiste an Nordseite muss noch gestrichen/verputzt werden
  • Einbau der fehlenden Sanitären Anlagen (WC, Waschtische mit Becken, Urinal, Armaturen Dusche und Badewanne usw.) – erst nach den Fliesenarbeiten
  • Handtuchheizkörper im Bad – erst nach den Fliesenarbeiten
  • Montage der Rigipsplatten im Dachgeschoss (Dachschräge)
  • Lieferung und Montage der endgültigen Treppenstufen
  • Türen – ca. 34 KW
  • Garage
  • Elektrikerarbeiten, wie Steckdosen, Druckwächter, Sat-Schüssel usw.

Eigenleistung

  • Vorbereitung der Einfahrt zur Garage mit Mineralbeton
  • Streichen – dürfen wir laut Rücksprache mit unserem Bauleiter ab sofort erledigen :)
  • Bodenbeläge im Dachgeschoss – werden wir voraussichtlich erst zeitgleich mit dem Fliesenleger machen, aber nicht vor der Montage und Verspachtelung der Rigipsplatten
  • Fliesen im Keller – Heizungsraum ist bereits erledigt, Waschkeller und evtl. Treppenhaus folgen am 27. und 28.07.2012
  • Treppe streichen
  • Eingangspodest und evtl. Treppe

Sonstiges

  • Lieferung und Aufbau der Küche evtl. sogar noch vor Schlüsselübergabe
  • Verteilung der Erdhügel
  • Gartengestaltung

Ist doch noch einiges, was gemacht werden muss, aber überschaubar. ^^

Französische Balkone

Am Freitag, den 20.07.2012 wurde nicht nur unsere Heizung in Betrieb genommen. Es war auch der Schlosser vor Ort und hat die französischen Balkone an den bodentiefen Fenstern im Dachgeschoss montiert. Uns ist dies erst gar nicht aufgefallen, weil wir so damit beschäftigt waren zu überprüfen, ob unsere Heizung läuft. :P

Vom Garten aus sehen die französischen Balkone (mal von den Fingertatschern abgesehen) echt schick aus. Man kann nur schlecht beurteilen ob sie nun aus dem teuren Edelstahl oder nur feuerverzinkt sind.

Beim näheren Hinsehen vom Haus aus ist uns aufgefallen, dass mind. zwei der vier französischen Balkone „Schrammen“ aufweisen. Es sieht so aus, als wäre die Schicht, die durch das Verzinken aufgebracht wurde, abgeschrammt. Anscheinend wurde versucht dies auszubessern, ist allerdings nicht sonderlich gut gelungen.

Schade finden wir auch, dass an manchen Balkonen „Nasen“ entstanden sind.

Wirklich schade, dass die Gitter bei näherem Hinsehen nicht ganz mit dem ersten Eindruck mithalten können.  :(

Nachtrag vom 09.11.2012:

Im Gespräch mit KMH und der ausführenden Firma (Name auf Wunsch entfernt) wurde uns erklärt, wie die vermeintlichen „Schrammen“ und Nasen entstanden sind. Unsere französischen Balkone wurden feuerverzinkt, d. h. sie wurden bei einem speziellen Tauchverfahren mit flüssigem Zink behandelt. Wenn der Zink beim Trocknen bzw. abtropfen erstarrt, können Nasen entstehen. Die „Schrammen“ sind – wenn wir das richtig verstanden haben – durch die Befestigung der Balkone im Tauchbad entstanden. Dort konnte der Zink nicht an das Metall und musste nachträglich ergänzt werden. Da der Zink eine gewisse Stärke hat, wirken diese fehlenden Stellen wie Schrammen, vor allem weil sie nachträglich behandelt wurden und nicht 100%ig den gleichen Farbton haben, sieht es für uns Laien aus, als wäre hier „ausgebessert“ worden.

Wir haben im Nachhinein selbst noch etwas zu dem Thema recherchiert und sind dabei auf die DIN EN ISO 1461 gestoßen. Laut dieser DIN sind Farbunterschiede (siehe „ausbessern“ bzw. nacharbeiten) kein Grund zur Beanstandung, allerdings sollen Tropfnasen, vor allem wenn diese scharfkantig sind bzw. von ihnen ein gewisses Verletzungsrisiko ausgeht, entfernt werden (siehe Nr. 2).

Weiterhin möchten wir noch auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel verweisen.

Farbe für das Haus – der Außenputz

Am 03.07.2012 wurde die erste Schicht des Außenputzes auf die Außenmauer unseres Hauses aufgebracht. Hierfür war ebenfalls wieder die Firma Eduard Hofmann aus Eltmann-Dippach zuständig. Es waren mehrere Arbeiter auf der Baustelle unterwegs und nur an einem Tag war die erste Putzschicht fertig. Das Haus hatte kurz nach Vollendung der Putzarbeiten einen dunkleren Grauton, der mit fortschreitender Trocknung jedoch immer blasser wurde.

Da wir am Tag zuvor uns mit dem Meister über unsere gewünschte Fassadenfarbe unterhalten haben, wurde bei der aufgetragenen Putzschicht für unseren Zwerchgiebel ein anderer Putz verwendet. Dies ist nicht im KMH-Standard und kostet uns einen kleinen Aufpreis.

Über die Farbe unseres Hauses haben wir uns schon Ende 2011 viele Gedanken gemacht. Mehrmals sind wir in Neubaugebiete in unserer Umgebung gefahren und haben uns dort Häuser angesehen. Am Ende haben wir uns dafür entschieden, dass unser Haus dunkle Ziegeln, weiße Fenster, eine weiße Fassade, eine graue Sockelleiste und einen roten Zwerchgiebel bekommt. Für das passende Weiß und Grau haben wir uns schnell entschieden. Ein Mitarbeiter der Firma Eduard Hofmann stand uns hier auch beratend zur Seite. Nur die Farbe für den Zwerchgiebel erwies sich als nicht ganz so einfach.

Ich versuche die Problematik mal zu schildern, bin aber nicht ganz sicher, ob ich es korrekt wiedergeben kann: Wir haben uns ein schönes kräftiges Rot vorgestellt, das fast etwas in die Richtung von Weinrot geht. Rot ist laut dem Mitarbeiter, mit dem wir gesprochen hatten, eine Volltonfarbe. Je kräftiger die Farbe ist, desto mehr Hitze nimmt sie auf (kennt man ja bei schwarzen Sachen in der Sonne) und gibt diese dann an die Dämmung weiter. Als Beispiel wurde uns eine weiße Fassade mit ca. 50° C bei Sonnenschein genannt. Eine kräftige rote Fassade würde sich auf 80 °C und mehr aufheizen. Da das der Dämmung und dem Putz schadet, müssten 3 weitere Schichten Putz aufgetragen werden um die höheren Temperaturen auszugleichen. Es gibt allerdings auch Rottöne verschiedener Firmen, für die eine einzelne Schicht des speziellen Putzes völlig ausreichend wäre. Uns wurde ein entsprechend eingefärbtes Muster auf der Baustelle hinterlassen. Zwar entspricht der Farbton nicht ganz unseren ursprünglichen Farbwunsch, gefällt uns aber ebenfalls recht gut.

Am 10.07.2012 wurde schließlich der Zwerchgiebel mit der roten Farbe versehen. Das restliche Haus hatte noch einen recht komischen Grauton, da dort der Putz erst am Tag darauf aufgebracht wurde.

Am 11.07.2012 trafen wir uns mit den Mitarbeitern der Firma Eduard Hofmann vor Ort auf der Baustelle um die Höhe der Sockelleisten zu besprechen. Normalerweise reichen die Sockelleisten bis ca 30 cm über der Oberkante der Lichtschächte. Da unser Haus aber Nordhanglage hat und die Lichtschächte auf der Nordseite nicht bis zur gleichen Höhe reichen, wie die an der Südseite des Hauses, gab es mehrere Optionen, wie wir damit umgehen. Die erste Alternative wäre, man orientiert sich komplett an der Sockelhöhe der Südseite, auch wenn dies dazu führt, dass man an der Nordseite eine Sockelhöhe von gut 70 cm erreicht. Die zweite Alternative wäre, dass man den Sockel aller Hausseiten außer dem der Nordseite an den Lichtschächten auf der Südseite orientiert. Für die Nordseite selbst könnte man sich dann nach der dortigen Höhe der Lichtschächte richten.

Alternative zwei kam uns etwas komisch vor, daher entschieden wir uns für die uns am saubersten erscheinende Lösung: Alternative eins.

Noch am gleichen Tag waren wir wieder vor Ort um das Ergebnis zu begutachten. Die 16 Eimer Putz, die wir noch am Morgen auf der Baustelle hatten, waren mittlerweile leer und verwunden. Auch das Gerüst wurde bereits abgebaut. Unser Haus strahlt nun in einem tollen Weiß und einem schönen satten Rotton. Dank dem Weiß wirkt das Rot genauso, wie wir es haben wollten. Super! Sieht echt toll aus.

Ein paar kleine Unebenheiten sind jetzt noch im Putz. Ich hoffe auch, dass das noch nachgearbeitet wird. Im Gespräch mit einem der Mitarbeiter wurde das zumindest zugesichert. Sie wollten sich darum kümmern, wenn sie wieder in der Gegend sind. Dann stellen sie auch die untere Sockelleiste fertig, denn für unsere gewünschte Höhe hatten sie nicht genug grauen Putz mitgebracht.

„A bisl Schwund is immer“

Dieser Spruch trifft wohl auf jede Baustelle zu, also auch auf unsere. Z. B. wurde unser kleiner Radio von Arbeitern beschädigt. Vermutlich fiel er runter. Seitdem ist das Innenleben locker und die Antenne verbogen bzw. vor Kurzem abgebrochen.

Der Baustelle ist außerdem der letzte Baum auf dem Grundstück zum Opfer gefallen. Vielleicht könnt ihr euch noch an unseren damaligen Post erinnern.

Es gibt noch ein paar weitere Beispiele, aber am meisten Ärgert uns, dass 8 Meter Rohr, die wir privat angeschafft haben um sie als zusätzliches Lehrrohr bei den Hausanschlüssen zu nutzen, verschwunden sind. Am Montagmorgen waren die zusammengesteckten Rohrteile noch vor Ort. Sie lagen direkt neben der Grube. Am Nachmittag waren die Teile jedoch verschwunden. Gut 10 Personen waren am besagten Tag auf der Baustelle, aber niemand hat etwas mitbekommen. Trotz Nachfrage bei den Stadtwerken und allen beteiligten Firmen sind die Rohre nicht mehr aufgetaucht. Echt ärgerlich!  >.<